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Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)

Existenzielle Gesundheitsförderung versteht Gesundheit als Ausdruck einer stimmigen Beziehung zwischen Mensch, Arbeit und Organisation. Sie ergänzt klassische Ansätze des Betrieblichen Gesundheitsmanagements um eine entscheidende Dimension: Sinn, Werte, persönliche Zustimmung und innere Haltung. Gesundheit entsteht dort, wo Menschen in einer stimmigen Beziehung zu sich selbst, ihrer Arbeit und ihrem Umfeld stehen.

Eine differenzierte Menschenkenntnis bildet dabei die Grundlage wirksamer Gesundheitsförderung. Die Existenzanalyse bietet hierfür ein fundiertes und praxisnahes Verständnis. Mit ihren Konzepten erweitert sie den Gesundheitsbegriff um existenzielle Aspekte wie Sinn, Motivation, Freiheit, Verantwortung und persönliche Stimmigkeit. Gesundheit wird damit nicht nur als Abwesenheit von Krankheit verstanden, sondern als Ergebnis eines gelingenden Lebens und Arbeitens.

Charakteristisch sind die phänomenologische Grundhaltung, die Orientierung an den vier Grundmotivationen als grundlegender Motivationsstruktur des Menschen sowie die konsequente Ausrichtung auf Sinn, Freiheit und Verantwortung. Darüber hinaus stellt die Existenzanalyse einen reichhaltigen Fundus an Konzepten und bewährten Methoden für die praktische Arbeit im Betrieblichen Gesundheitsmanagement zur Verfügung.

Besonders hilfreich sind die existenzielle Persönlichkeitstypologie sowie die Sinn- und Wertelehre. Als originär psychotherapeutischer Ansatz verfügt die Existenzanalyse zudem über ein differenziertes Verständnis psychischer Belastungen und Störungsbilder. Dieses Wissen erweitert den professionellen Blick auf Gesundheit, Belastung und Entwicklung und ergänzt die Praxis des Betrieblichen Gesundheitsmanagements auf wertvolle Weise.

Existenzielle Themenfelder im Betrieblichen Gesundheitsmanagement

  • Sinn als zentraler Gesundheitsfaktor

  • Salutogenese und Kohärenzerleben (Sense of Coherence)

  • Organisationskultur und Arbeitsklima als Gesundheitsfaktoren

  • Vertrauen und psychologische Sicherheit

  • Der Einfluss von Führung auf Gesundheit und Motivation

  • Konfliktkultur und ihre Auswirkungen auf Gesundheit

  • Wertekompatibilität zwischen Person und Organisation

  • Innere Zustimmung zur eigenen Arbeitssituation

  • Mit dem Nicht-Beeinflussbaren konstruktiv umgehen

  • Persönliche und strukturellen Grenzen bewusst gestalten

  • Selbstsorge und Eigenverantwortung stärken

Weitere Themen mit existenzieller Perspektive

  • Veränderungen und Krisen gesund bewältigen

  • Umgang mit Druck, Belastung und Stress

  • Passivität und Opferhaltung überwinden

  • Würde und Respekt im Arbeitsalltag

  • Identität und Selbstwert

  • Erfolg, Misserfolg und Scheitern einordnen

  • Resilienz und engagierte Gelassenheit entwickeln

  • Burnout als Ausdruck von Sinn- und Wertebrüchen verstehen

  • Gesundheit in unterschiedlichen Lebensphasen

  • Ethische Fragestellungen im Arbeitskontext

Die existenzielle Perspektive erweitert das Betriebliche Gesundheitsmanagement um jene Faktoren, die langfristig über Gesundheit und Leistungsfähigkeit entscheiden. Sie verbindet wissenschaftlich fundierte Gesundheitsförderung mit einem tiefen Verständnis des Menschen und seiner Motivation. So entsteht ein Betriebliches Gesundheitsmanagement, das nicht nur Belastungen reduziert, sondern die Voraussetzungen für ein gesundes, sinnerfülltes und nachhaltiges Arbeiten schafft.

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