Über mich
Stefan Marti
Ich bin freiberuflicher Organisationsberater, Coach und Dozent an Fachhochschulen.
Als Prozessbegleiter unterstütze ich Menschen, Teams und Organisationen bei persönlichen Lebensfragen, Führungsaufgaben sowie Entwicklungs- und Veränderungsprozessen. Mein Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von existenziellem Denken mit den praktischen Herausforderungen von Führung, Zusammenarbeit und persönlicher Lebensgestaltung.
Mein Weg zu existenziellen Perspektiven
Mein erster Kontakt mit dem existenziellen Ansatz entstand im Jahr 2000 während meiner Coachingausbildung. Damals stiess ich auf das Buch Existenzielle Psychotherapie von Irvin D. Yalom. Bereits zuvor hatte ich mehrjährige Ausbildungen unter anderem in systemischer Beratung, Transaktionsanalyse, integraler Theorie und körperorientiertem Coaching absolviert.
Durch Yalom lernte ich die existenzielle Denk- und Arbeitsweise kennen und schätzen. In den folgenden Jahren vertiefte ich mich zunehmend in die Existenzanalyse. Besonders prägend war die Möglichkeit, eine mehrjährige Ausbildung direkt bei Alfried Längle, dem Begründer der modernen Existenzanalyse, zu absolvieren. Dadurch gewann ich ein fundiertes Verständnis ihrer theoretischen Grundlagen und ihrer praktischen Anwendung.
In der Existenzanalyse fand ich einen Ansatz, der vieles miteinander verbindet, was mir schon zuvor wesentlich war: ein humanistisches Menschenbild, philosophische Tiefe, eine klare Orientierung an Sinn und Werten sowie eine konsequente Ausrichtung auf die praktische Lebensgestaltung.
Seither bildet die Existenzanalyse die Hauptlinie meiner beruflichen Tätigkeit. Sie prägt meine Arbeit im Coaching, in der Führungskräfteentwicklung, der Organisations- und Teamentwicklung, der Weiterbildung sowie in der Begleitung persönlicher Entwicklungsprozesse.
Auch für mein eigenes Leben wurde der existenzielle Ansatz zu einer wichtigen Orientierung. Er hat mich in zahlreichen persönlichen und beruflichen Entscheidungen begleitet und wesentlich dazu beigetragen, meinen eigenen Weg zu finden.
Im Laufe der Jahre wurde mir immer deutlicher, dass der existenzielle Ansatz ein tragfähiges Fundament für die unterschiedlichsten Lebens- und Berufsfelder bietet. Gleichzeitig entdeckte ich zunehmend die vielfältigen Verbindungen zu anderen psychologischen, philosophischen und spirituellen Ansätzen.
Als Vertreter einer ganzheitlichen und integrativen Arbeitsweise suche ich bewusst den Dialog mit unterschiedlichen Schulen und Denkweisen. Dabei geht es mir nicht darum, möglichst viele Ansätze miteinander zu vermischen, sondern ihre jeweiligen Stärken zu erkennen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu verstehen und dort Verbindungen herzustellen, wo sie sinnvoll und fruchtbar sind.
Zunehmend interessierten mich auch die philosophischen Wurzeln der Existenzanalyse und ihre Berührungspunkte mit Weisheitstraditionen aus Ost und West.
So hat sich mein eigener Zugang im Laufe der Jahre erweitert und vertieft. Die Existenzanalyse ist mein wichtigstes fachliches Fundament geblieben. Gleichzeitig hat sich daraus eine umfassendere existenzielle Perspektive entwickelt, in die meine vielfältigen Ausbildungen, meine beruflichen und persönlichen Erfahrungen sowie meine Auseinandersetzung mit Philosophie und Spiritualität einfliessen.
Weshalb die Existenzanalyse für mich so wertvoll ist
Seit vielen Jahren bildet die Existenzanalyse den zentralen Orientierungsrahmen meiner Arbeit. Nicht weil sie alle anderen Ansätze ersetzt, sondern weil sie vieles Wesentliche miteinander verbindet: ein klares und positives Menschenbild, philosophische Tiefe, methodische Präzision, hohe Praxisnähe und eine konsequente Ausrichtung auf ein gelingendes Leben.
Die Existenzanalyse ist für mich Grundlage, Hauptlinie und verbindende Klammer meines professionellen Handelns.
In ihr finde ich jene Werte wieder, die mich persönlich und beruflich tragen: Freiheit und Verantwortung, Sinn und Werte, Authentizität, persönliche Stimmigkeit sowie eine eigenverantwortliche Lebensgestaltung. Ihr Menschenbild betrachtet den Menschen als ein Wesen, das nicht nur durch äussere Bedingungen und innere Bedürfnisse bestimmt ist, sondern auch die Fähigkeit besitzt, Stellung zu nehmen, Entscheidungen zu treffen und sein Leben verantwortlich zu gestalten.
Besonders schätze ich die Verbindung von philosophischer Tiefe und praktischer Anwendbarkeit. Die moderne Existenzanalyse verfügt über einen aussergewöhnlich reichen Fundus an Konzepten und Methoden, die sich in unterschiedlichen Anwendungsfeldern einsetzen lassen. Ihre phänomenologische Grundhaltung und ihre dialogische Arbeitsweise entsprechen meinem Verständnis einer professionellen und zugleich zutiefst menschlichen Begleitung.
Besonders wertvoll erscheint mir die Offenheit des existenziellen Ansatzes. Und was mich ebenfalls überzeugt: Der existenzielle Ansatz beschränkt sich nicht auf individuelle Fragestellungen. Er nimmt auch Stellung zu gesellschaftlichen Entwicklungen. Es gehört zum Wesen der Existenzphilosophie, die Herausforderungen ihrer Zeit kritisch zu reflektieren und konstruktive Antworten auf aktuelle und zukünftige Fragen zu entwickeln
Gerade diese Verbindung von zeitlosen menschlichen Grundfragen und aktuellen Herausforderungen macht den existenziellen Ansatz für mich so wertvoll und zukunftsorientiert.
Mein Anliegen
Mein Anliegen ist es, existenzielles Denken und Handeln für die Herausforderungen unserer Zeit fruchtbar zu machen und für möglichst viele Menschen und Anwendungsfelder zugänglich zu machen.
Dabei bildet die moderne Existenzanalyse mein wichtigstes fachliches Fundament. Gleichzeitig beziehe ich bewusst weitere philosophische, psychologische und spirituelle Perspektiven ein. Ich möchte unterschiedliche Zugänge miteinander verbinden und daraus Orientierung und praktische Handlungsmöglichkeiten für Menschen, Führungskräfte, Teams und Organisationen entwickeln.
Ich bin überzeugt, dass das Potenzial des existenziellen Ansatzes weit über den therapeutischen Bereich hinausreicht. Er bietet wertvolle Grundlagen für Führung, Coaching, Beratung, Organisationsentwicklung, Bildung, Persönlichkeitsentwicklung und viele weitere Praxisfelder.
Ein besonderes Anliegen ist mir, existenzphilosophische Erkenntnisse in die Sprache und Herausforderungen unserer Zeit zu übersetzen. Dabei möchte ich philosophische Tiefe mit praktischer Anwendbarkeit verbinden und komplexe Zusammenhänge verständlich und anschaulich vermitteln.
Dazu entwickle und begleite ich Seminare, Weiterbildungen, Coachings und Entwicklungsprozesse für Einzelpersonen, Führungskräfte, Teams und Organisationen. Dabei fliessen meine langjährigen Praxiserfahrungen ebenso ein wie meine Auseinandersetzung mit unterschiedlichen theoretischen und philosophischen Ansätzen.
Gerade angesichts zunehmender Komplexität, gesellschaftlicher Unsicherheit, Digitalisierung, künstlicher Intelligenz und hoher Veränderungsdynamik gewinnen existenzielle Fragen aus meiner Sicht weiter an Bedeutung: Was ist wirklich wesentlich? Woran können wir uns orientieren? Was gibt unserem Handeln Sinn? Wie wollen wir leben und zusammenarbeiten? Wofür wollen wir Verantwortung übernehmen?
Ich bin überzeugt, dass der existenzielle Ansatz einen wesentlichen Beitrag zur Zukunft von Menschen, Organisationen und unserer Gesellschaft leisten kann. Deshalb engagiere ich mich dafür, seine philosophischen Grundlagen, sein Menschenbild und seine vielfältigen praktischen Möglichkeiten weiterzuentwickeln und in die Welt zu tragen.
Mein Engagement im existenziellen Ökosystem
Ich verstehe mein persönliches und berufliches Engagement als eigenständigen Beitrag innerhalb eines vielfältigen existenziellen Ökosystems.
Der fachliche Austausch und die Zusammenarbeit mit anderen Menschen und Institutionen, die sich mit existenziellen Fragestellungen beschäftigen, sind mir wichtig. Dabei schätze ich sowohl die Verbundenheit mit den philosophischen und fachlichen Wurzeln als auch die Offenheit für unterschiedliche Perspektiven und neue Entwicklungen.
Ich pflege den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus dem deutschsprachigen Raum und beteilige mich aktiv an internationalen Kongressen der Gesellschaft für Existenzanalyse und Logotherapie (GLE). Auch die Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Existenzanalyse Schweiz (GES) ist mir grosses ein Anliegen.
Mit meiner Arbeit möchte ich dazu beitragen, den existenziellen Ansatz insbesondere in der Schweiz bekannter zu machen, seine vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten aufzuzeigen und seine Weiterentwicklung mit eigenen Erfahrungen, Erkenntnissen und Perspektiven zu bereichern.