Laterale Führung gehört zu den anspruchsvollsten Formen der Führung. Wer Projekte leitet oder ohne formale Weisungsbefugnis führt, bewegt sich täglich in Spannungsfeldern, Zielkonflikten und widersprüchlichen Erwartungen. Unterschiedliche Interessen, Kulturen, Professionen und Logiken treffen aufeinander. Hinzu kommen hohe Komplexität, Zeitdruck sowie strukturelle Begrenzungen.
Gerade in solchen Situationen wird die eigene Person zur wichtigsten Führungsressource. Wo formale Macht fehlt, gewinnen persönliche Autorität, Glaubwürdigkeit, Präsenz und die Fähigkeit zum Dialog an Bedeutung.
Die Existenzanalyse bietet dafür einen fundierten Orientierungsrahmen. Charakteristisch sind die phänomenologische Grundhaltung, die dialogische Arbeitsweise, die Orientierung an den vier Grundmotivationen sowie die konsequente Ausrichtung auf Sinn, Verantwortung, Entscheidung und Handeln. Ergänzt wird dieser Orientierungsrahmen durch eine Vielzahl praxiserprobter Konzepte und Methoden für die laterale Führungsarbeit.
Schlüsselthemen existenzieller lateraler Führung
Spannungsfelder, Zielkonflikte, Dilemmata und Begrenzungen konstruktiv gestalten
Sinn vermitteln, überzeugen und Zustimmung gewinnen
Verbindlichkeiten schaffen und Vertrauen aufbauen
Mit Widerstand, Konflikten und negativen Dynamiken umgehen
Kultur, Macht und informelle Einflussprozesse verstehen
Persönlich Autorität, Selbstwert und Selbstvertrauen entwickeln
Die eigene Person als wichtigstes Führungsinstrument
Präsenz, Intuition und Urteilskraft als Führungsressourcen nutzen
Weitere Themen
Dialog und konstruktive Konfliktkommunikation
Kooperation, Beteiligung und Involvierung gestalten
Zusammenarbeit auf der Basis von Vertrauen und Eigenverantwortung gestalten
Workshops wirkungsvoll moderieren
Mut, Demut, Ambiguitätstoleranz und engagierte Gelassenheit entwickeln
Selbstführung und Selbstregulation (Inner Game)
Mit Erfolg, Misserfolg und Scheitern konstruktiv umgehen
Zu all diesen Themen eröffnet die Existenzanalyse eine eigenständige Perspektive und unterstützt Projektleitende sowie laterale Führungskräfte dabei, auch ohne formale Macht wirksam, verantwortungsvoll und menschenorientiert zu führen.